2014 

Kowi unterwegs zur Wartburg

Zuerst haben wir (strubbel, muli und Taliya) uns am Mittwoch am Hauptbahnhof getroffen. Danach sind wir losgefahren und sind ungefähr sieben Stunden gefahren. Dann haben wir gemerkt, dass es plötzlich angefangen hat, zu regnen. Wir mussten unsere Ponchos überziehen, damit wir nicht so sehr nass werden. Wir sind etwas länger durch den Regen gelaufen bis wir in der Stadt Kloster ankamen. Dort haben wir bei ein paar Leuten geklingelt und haben schließlich einen netten Mann gefunden, der uns ni sein Gartenhaus gebracht hat. Das Gartenhaus war sehr schön und warm. Nach dem Essen haben wir uns in unsere Schlafsäcke gelegt und haben uns auf die Sessel geworfen und haben gemerkt, dass es dort sehr gemütlich ist und haben strubbel gefragt, ob wir dort schlafen können. Sie sagte ja und wir hatten eine sehr gemütlich Nacht.

 Am nächsten Tag ging es dann auch gleich los. Es war kalt, doch die Sonne schien durch die Wolken durch. Wir sind losgewandert und wir sind zum Frankenstein gewandert. Von dort oben war es ein sehr schöner Ausblick. Danach sind wir ca. 15 km gelaufen. Dann haben wir an einem Restaurant Pause gemacht und haben den Mann, der dort war, gefragt, ob in der Nähe Schutzhütten oder Ähnliches sind. Er sagte, auf der Ottowaldwiese befinde sich eine schöne kleine Hütte. Von dortaus konnten wir die Wartburg sehen. Zwar noch klein, aber cool! 

Dann haben wir Feuer gemacht. Leider war das Holz noch zu frisch; es hat geknackt und geraucht. In der Hütte haben wir dann geschlafen. Wir konnten alle nicht einschlafen, denn es war sehr kalt.

 Am nächsten Morgen mussten wir (fast) nur noch bergab wandern. Das war nicht so anstregend wie am Tag davor bergauf wandern. Nach zwei Kilometern sind wir an der nächsten Gaststätte angekommen, wo wir dann auf strubbel warteten, weil sie in Ruhla einkaufen war und beim Einkaufen hat sie die Jungenschaft Artus getroffen.

Derweil haben wir uns mit zwei Katzen beschäftigt, die auf dem Hof rumgelaufen sind und haben ihnen sogar Namen gegeben: dot und yukie.
Danach mussten wir nicht mehr so lange wandern, nur noch bis zur Wilden Sau. Das waren ungefähr zehn Kilometer.  Dort haben wir in einer Schutzhütte geschlafen, die zwar offen war, aber dafür war es wärmer als in der Ottowaldwiesenhütte. Wir dachten, die Jungenschaft Artus wäre hinter uns.

 Am nächsten Morgen ging alles sehr schnell: wir zogen uns um, frühstückten und dann ging es auch schon los. Wir mussten bis zur Wartburg nur noch 3,1km laufen. Aber als es dann hoch ging, wurde es sehr anstregend. Trotzdem haben wir es geschafft und haben uns gefreut, als wir oben waren.

Dort haben wir die Jungenschaft Artus gesehen. Nach einiger Zeit sind noch die Jungenschaft Parzival und die Mädelschaft eingetrödelt. Dann haben wir die Führung durch die Wartburg gemacht, die witzig und interessant war. Nach der Führung sind wir alle zusammen nach Eisenach gelaufen. In Eisenach sind wir dann mit dem Zug nach Marksuhl gefahren. Vom Bahnhof sind wir drei Kilometer zu einem Bauernhof gewandert, wo zwei andere Pfadfinder wohnten und obelix, kontext und mila haben schon auf uns gewartet. Die Jurte war aufgebaut und das Essen schon im Topf. Dann haben wir unsere Sachen ausgepackt, unsere Koschis rausgeholt und gegessen.
Danach kam die große Feierstunde, die sehr schön war, und dann die Singerunde, wo kökla und bagga den Tschai gemacht haben, der sehr lecker war.
Dann haben unsere Augen so getränt, dass wir eingeschlafen sein.
Am nächsten Morgen sind wir aufgewacht und auch schon wieder losgegangen. Der Zug kam eine Stunde früher und wir dachten, dass wir es schaffen, aber wir haben ihn knapp verpasst. In der Zeit, in der wir auf den nächsten gewartet haben, haben wir gefrühstückt. Dann sind wir mit mehreren Zügen wieder bis nach Berlin gefahren.
Es war eine sehr, sehr schöne Fahrt!

 

 

muli und Taliya


Großfahrt - zweite Etappe

Etappe 2: Henningsdorf – Königs Wusterhausen
Mit dabei waren: mimo und strubbel und zwei Fahrräder
Munter fuhren wir mit der S-Bahn nach Henningsdorf, gingen dort einkaufen und machten uns dann auf den Weg nach Hohen Neuendorf. Kurz vor Bergdorf suchten wir uns einen Schlafplatz, was sich allerdings als schwierig erwies, da das Wäldchen voller Kröten von einem gut ausgebauten Wegenetz durchzogen war. Mittlerweile war es allerdings eh so dunkel, dass selbst zwei Meter neben dem Weg unsere (übrigens perfekt ausgespannte) Kröte nahezu unsichtbar war.

„Carpe diem“ sollte das Motto des nächsten Tages lauten, also schwangen wir uns bereits um 8 Uhr morgens auf die Räder. Unser Weg nach Bernau führte uns zunächst durch Schönfließ, danach Schildow und Schönwalde und  schließlich Schönow – es war schön. Schönerlinde ließen wir dagegen rechts und Schönfeld links liegen.
Abgesehen von der überdurchschnittlich hohen Fliegendichte auf dem Weg von Bernau nach Werneuchen waren wir auf diesem Stück besonders guter Dinge und kamen hervorragend voran. Der erhöhte Schwierigkeitsgrad auf der Strecke nach Altlandsberg bestand weniger in der Begegnung mit Fliegen sondern in der Unwegsamkeit der Strecke.
Mittlerweile war die Suche nach der besten Route zu einem aufregenden Spiel geworden, denn wir hatten es gewagt, weder Karte noch Kompass mitzunehmen und mussten uns deshalb immer auf die örtlichen Übersichtspläne, Markierungen oder Knotenpunktwegweisungen verlassen. Wir hatten zwar die Vision im Kopf, es bis nach Königs Wusterhausen zu schaffen, aber weder Kilometerangaben, noch den weiteren Streckenverlauf vor Augen, sodass wir nicht einschätzen konnten, ob unser Vorhaben realistisch oder doch größenwahnsinnig war.
Nach Fredersdorf ließen wir im Übrigen auch Schöneiche rechts liegen und radelten stattdessen weiter bis nach Erkner, wo sich uns das letzte Puzzleteil, der Kartenausschnitt bis ins 20km entfernte Königs Wusterhausen, offenbarte. Alle drei bis sechs Kilometer hielten wir unsere Blutzuckerspiegel mit Hilfe von sorgfältig portionierten, dickbäuchigen Schoko-Bären konstant und waren fest entschlossen, nicht aufzugeben. Das einzige, was  sich uns noch in den Weg stellte, war die Bahnschranke, die uns ca. 25 Min. warten ließ und unsere Geduld auf die Probe stellte. Doch auch das minderte unsere Euphorie nicht, als wir schließlich ankamen und am Tagesende die Gesamtkilometer von 97,2 genaustens berechneten.
"Carpe gediemt!"

 

 

 

Großfahrt - erste Etappe

Etappe 1: Brieselang - Henningsdorf

Mit dabei waren: nepal, naustadt, guinness, mimo und strubbel

Munter wanderten wir an diesem sonnigen, sommerlich warmen Freitagabend los. Beim Aussteigen in Brieselang konnten wir das erste Unglück in letzter Sekunde gerade noch verhindern und schmissen den sechsten Rucksack zurück in den Zug, sodass dieser samt seines Besitzers zur „Nation of Gondwana“  fahren konnte.
Die erste Stunde des Wanderns verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, bis urplötzlich ein Ortseingangsschild auftauchte und uns weismachen wollte, wir seien in Pausin, wo wir absolut gar nicht hinwollten. Schließlich mussten wir uns der dort herrschenden Meinung beugen und so suchten wir uns in der Nähe einen Schlafplatz.

Am nächsten Tag nutzen wir die frühen Morgenstunden, um uns auf den Weg nach Henningsdorf zu machen. Gegen Mittag war es so heiß, dass das Baden in der Havel ganz oben auf unserer akuten Wunschliste stand. Die ausgiebige Pause wurde bis in die Abendstunden gedehnt, bis wir dem Platz den Status eines idealen Lagerplatzes zubilligten. Die Partymusik vom anderen Ufer begleitete uns noch beim abendlichen Kartenspielen und wiegte uns mehr oder weniger sanft in den Schlaf.
Viel zu früh klingelte der Wecker, doch das war gegen 9 Uhr, als die DLRG kam, längst wieder vergessen, denn dem Kochen unseres Käsenudel-Frühstücks stand so nichts mehr im Wege. Nach einem letzten Mal baden nahmen wir den langen Weg zurück zum S-Bahnhof Henningsdorf auf uns und freuten uns schon auf die nächste Etappe, die wir dort starten würden.

 

 

Gaulager zu Pfingsten